Austellungseröffnung Nadel und Faden - Freitag 8.2., 17 Uhr

Liebe Freundinnen und Freunde des Kiosk24 in Herford, liebe Kunstinteressierte,
sehr geehrte Damen und Herren,

am Freitag, den 8.02.2013 wird die neue Ausstellung

Faden und Nadel
der Künstlerin
Miae Kim um 17 Uhr eröffnet.

Wir freuen uns über viele BesucherInnen und spannende Gespräche mit der Künstlerin, die auch anwesend sein wird.

Mit besten Grüßen
Susanne Albrecht


Miae Kim schreibt über ihre Arbeit:
"Obwohl meine eigentlichen Utensilien die Pinsel und die Farbe sind, arbeitete ich diesmal mit dem Faden und der Nadel.
Das Thema dieser Arbeit lautet „Hülle“.
Es ist Hülle, aber es ist nicht nur Hülle, sondern Hülle mit dem Inhalt oder Inneren.
Das kann eine Landschaft sein oder die Körper des Menschen.

Meine Gedanken sind oft auf Erfahrungen aus Korea zurückzuführen, meinem Heimatland.
Aber ich lebe seit fast 10 Jahren in Deutschland. Überraschenderweise decken sich einige meiner Erfahrungen mit denen aus Korea und sie geben eine passende Mischung ab.
Dennoch fühlte ich mich anfangs, und manchmal fühle ich es immer noch, in Deutschland fremd.
So habe ich versucht, in meinen Arbeiten dieses Fremdartige und Harmonische auszudrücken.
Normalerweise näht man mit Textil, doch ich habe mit Papier und Folie genäht, weil Papier und Folie für das Nähen so fremd sind, wie ich mich manchmal hier in Deutschland fühle.

Nachdem ich meine Arbeit fertiggestellt habe, sah ich jedoch wie gut man Papier und Folie nähen kann und was für ein harmonisches Endprodukt entstand. Dies gab mir die Hoffnung, dass ich mich in Deutschland auch irgendwann mal komplett wohl fühlen könnte."


hirngestürmt

Andrea Freiberg

Ausstellung von Andrea Freiberg
Eröffnung: 7.September um 17 Uhr
Ausstellungsdauer: 7.September - 19. Oktober

Aus rund 460 getrockneten Bananenschalen entsteht in zwei öffentlich sichtbaren Fensterscheiben der Schaufenstergalerie Kiosk24 ein Textbild. Dadurch erscheint der Raum wie ein aufgeschlagenes Schreibheft.

Die Schalen der Bananen verlieren während des Trocknungsprozesses ihre appetitliche gelbe Farbe und schrumpfen zu skurrilen, filigranen Formen zusammen. Das in Zeilen übereinander formatierte Textbild, erinnert eher an eine alte unleserliche krakelige Handschrift, als an ein modernes, mit dem Computer getipptes Schriftbild.

Die Mixedmedia Künstlerin Andrea Freiberg, gebürtig aus Thüringen und wohnhaft in Siegen, zeichnet und trocknet seit längerer Zeit tagebuchartig die Schalen ihrer alltäglichen Frühstücksbananen. Durch die Beteiligung der Siegener Bürgerinnen und Bürger an einer gemeinsamen Bananenessaktion auf dem Marktplatz in Siegen konnte sie ihre Schalensammlung vergrößern.

Aus den Pariser Tagebuchaufzeichnungen von Rainer Maria Rilke rezitiert und interpretiert Andrea Freiberg einen Textausschnitt, der weder identifizierbar, noch leserlich ist.

Damit  greift sie ihre persönliche Entfremdungserfahrung während eines Studienaufenthaltes in der polnischen Ostseestadt Gda?sk auf. In der Fremde verändert sich die eigene Identität, so dass selbst Gedanken und Worte ihrer eigentlichen Bedeutung entrinnen und den Adressaten aus dem Auge verlieren können.


Die Küche von Helene Homilius

Susanne Albrecht

Ausstellung von Susanne Albrecht
Eröffnung: 15. Mai 2012  17:00 Uhr

Das Museum Marta Herford beleuchtet zur Zeit die Themen :"Küche und Atelier" in einer umfangreichen Ausstellung. Ergänzend und als  lokaler Lichteinfall erhellt die Küche von Helene Homilius den Kiosk24 Ausstellungsraum und erinnert an eine fast vergessene Bielefelder Künstlerin. Dienstag den 15.5.2012 wird die Ausstellung gegen 17 Uhr eröffnet. Dann beginnt auch der Katalogverkauf.

Die Küche von Helene Homilius

Installation Nr2 von Susanne Albrecht

16. Mai – 16. Juni Kiosk24 | Radewigerstraße 24 | 32051 Herford

 

Wer ist Helene Homilius?

Die Bielefelder Bildhauerin ist 2006 mit 96 Jahren gestorben. Bis Ende der 50er Jahre galt sie als eine der profiliertesten Künstlerinnen Bielefelds und in Ostwestfalen-Lippe. Eines ihrer Werke befindet sich
in der Sammlung der Kunsthalle Bielefeld. Noch zu Lebzeiten gerät sie allerdings in Vergessenheit, trotz ihrer Ausstellungsbeteiligungen bis in die 80er Jahre. Damit teilt sie das Schicksal zahlreicher fast
vergessener Künstlerinnen.

»Aber nun kommen Sie mal rein«

Ein Foto der Originalküche ist inspirierender Anlass für die Installation Nr2 im Kiosk 24/Herford. Es zeigt die Küche als Arbeitsplatz, an dem sich Alltag und Kunst vermischen. Das Ordnen und Stellen, Bündeln und Schichten können sowohl als funktionale wie auch als künstlerische Handhabungen verstanden werden.

Susanne Albrecht realisiert für den Ausstellungsraum eine veränderte Version ihrer bereits 2005 präsentierten Küche von Helene Homilius im Rahmen der Hommage an die Künstlerin. Der Katalog Leben und Werke – »Helene Homilius Hommage«, 2007, kann erworben werden.

www.susanne-albrecht.info


LOMOWL

Ausstellung von 6 FotografInnen
17. März - 17. April 2012

Was ist Lomo(graphie)?

Die Lomographie ist ein künstlerisch-experimenteller Stil, der sich der analogen Fotografie widmet. Der Begriff LOMO wird inzwischen für ine ganze Stilrichtung verwendet, der vor allem durch Schnappschussfotografie charakterisiert wird. Die ersten Kameras stammen aus der ehemaligen Sowjetunion und dienten 1992 einer Gruppe on Wiener Studenten als Anlass, die "Fotoinitiative Lomographische
Gesellschaft" zu gründen. Damit war der Grundstein für eine große Fotografie-Gemeinschaft gelegt worden.

Warum sind unsere Fotos so bunt?

Ein typisches Merkmal für Lomo-Fotos sind die satten Farben und Kontraste. Diese sind nicht durch digitale Nachbearbeitung entstanden, sondern durch absichtliches Falschentwickeln. So wird bei der Filmentwicklung der Dia-Film als Farbnegativ-Film entwickelt. Die absichtliche Benutzung der falschen Chemie führt zu einer Farbverstärkung und -verschiebung. Weitere Ursachen sind die Benutzung von Masken, Farbfolien und abgelaufenem Filmmaterial.

Julian Brombach

Von der Ausstellungseröffnung gibt es einen Film: https://www.youtube.com/watch?v=cVAZUz418f0&feature=youtube_gdata_player